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Geschrieben von Karl du Roi
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Donnerstag, 01 Oktober 2009 |
 Unihockey in Deutschland Der Deutsche Unihockey Bund (DUB) e.V. hatte am 26.09.2009 zu einer außerordentlichen Delegiertenversammlung nach Weißenfels gerufen, um dort über die zukünftige Benennung unserer Sportart zu diskutieren und zu entscheiden. Der UHB Hamburg hatte sich mit zwei Delegierten auf die Reise gemacht, um so seine neun Stimmen in die Waagschale zu werfen. Der DV vorausgegangen war eine Kampagne des DUBs, in der eine Entscheidung hin zu dem Begriff Floorball und weg vom Begriff Unihockey richtungsbestimmend war. So gesehen hatten die Delegierten am Ort der DV eigentlich keine unabhängige und eigenständige Entscheidung mit einem offenen Ausgang zu treffen.
Die recht zahlreich angereisten Delegierten hielten sich in der Diskussion um obige Begriffe sehr zurück, so dass nur einige wenige sich aktiv, inhaltlich an der Diskussion um eine Umbennung beteiligten. Kernpunkte waren die Vorbehalte des Deutschen Hockey Bundes (DHB) e.V. gegen die Verwendung des Begriffes Unihockey und die möglichst rasche Aufnahme seitens des DUBs in den DOSB mit den sich dann erhofften Mittelfluß. Auch wurde als Verstärker der fünfstellige Sponsorbetrag der Fa. Sport-Thieme im Falle einer Umbenunnung angeführt, ohne dass dies näher hinterfragt worden ist. Vor diesem Hintergrund spielte die im Vorfeld geführte Diskussion bzgl. Sympathie oder Antipathie zu beiden Begriffen keine Rolle mehr. Selbst die aus dem Delegiertenkreis geforderte Aufstellung eines Zeit- und Aktionsplanes im Falle einer Umbenennung mit der Betrachtung der möglicher Risiken wurde nicht näher beleuchtet. Seitens des UHB Hamburg wurde aktiv in die Diskussion eingegriffen und vor der möglichen doppelten Bgrifflichkeit für die Zukunft in Deutschland gewarnt, da es keineswegs so ist, dass der Begriff Unihockey im Bewußtsein der Sportler, Lehrer und Schüler verschwinden wird. Auch wurde auf die Kosten einer Umbenennung bei den Landesverbänden eingegangen (ca. 2.000EUR pro LV), jedoch gab es hier von Seiten des DUBs keine zufriedenstellende Antwort, d.h. die Landesverbände müssen, so sie sich denn im Laufe der Zeit umbenennen, die dafür notwendigen Aufwendungen selber tragen. Im Abschluß wurde mehrheitlich mit 86:9 Stimmen für den Begriff Floorball gestimmt, allerdings konnte das eigentliche Ziel einer Satzungsänderung aufgrund von formalen Mängeln dieses nicht mehr durchgeführt werden. Es blieb am Ende daher bei der Abgabe eines Meinungsbildes. Eine weitere, dann hoffentlich besser vorbereitete außerordentliche Delegiertenversammlung ist für den 14.11.2009 zur Änderung der Satzung geplant. Unihockey tut Deutschland gut. Beweg dich! |