DUB-DV (4)
Geschrieben von Karl du Roi   
Montag, 23 November 2009
Unihockey in Deutschland
Unihockey in Deutschland
Ausser Spesen wieder nichts gewesen - oder: Deutscher Unihockey Bund verzögert durch eigenes Verschulden erneut die anstehende Satzungsänderung. So oder ähnlich muss man wohl den kurzen Verlauf der am 21.11.2009 ab 20:00 Uhr anberaumten außerdordentlichen Delegiertenversammlung (DV) des Deutschen Unihockey Bund e.V. (DUB) umschreiben, welche der DUB-Vorstand nur der Form halber nach Dannewerk einberufen hatte, in Wirklichkeit aber entgegen jeder Vernunft und im Widerspruch zur Satzung als reine Telefonkonferenz ausführen wollte.

Wie bereits vorher schon in Weißenfels, wo der erste Versuch am 26.09.2009 einer Satzungsänderung an Unzulänglichkeiten des DUB-Vorstandes (Antrag war nicht satzungskonform) scheiterte, sollte nun endlich die DUB-Satzung im zweiten Anlauf von Unihockey auf Floorball angepasst werden. Hierzu kam es wieder nicht, da bereits beim Tagesordnungspunkt 2, wo es um die Feststellung der ordnungsgemäßen Einberufung ging, nach einem Blick in die Satzung vom DUB-Vorstand eingestanden werden musste, dass nicht gem. §6 (8) der DUB-Satzung vom 21.05.2005 persönlich oder schriftlich per Post eingeladen worden war.

Wer nun geglaubt hatte, dass sich im Nachgang der DUB-Vorstand aus seinen Fehlern lernend für seine erneute unzulängliche Arbeitsweise und seinen laxen Umgang mit Satzung und Ordnungen bei den Delegierten entschuldigen würde, sieht sich leider arg getäuscht. Stattdessen wird trotzig und uneinsichtig gegen die äußerst satzungskundigen Delegierten des Unihockey Bund Hamburg e.V. eine feindliche Stimmung gemacht, nur weil diese die vorhandenen Unzulänglichkeiten des DUB-Vorstandes bzgl. des Einhaltens von Satzung und Ordnungen in beiden Fällen aufgedeckt haben.

Ziel muss es in jedem Falle sein, dass die einmal beschlossene Satzungsänderung langfristig Bestand haben soll. Jede Unkorrektheit bei der Satzungsänderung würde jedoch diese Beständigkeit gefährden, da von welcher Seite auch immer dann die Möglichkeit der Anfechtung offen wäre.  

Der Unihockey Bund Hamburg e.V. wird auch bei den weiteren anstehenden Delegiertenversammlungen nach Möglichkeit seine satzungs- und ordnungskundigen Delegierten entsenden, um so seiner Kontrollfunktion gegenüber dem DUB-Vorstand qualifiziert gerecht zu werden. Frei nach Bundestagspräsident Norbert Lammert sind wir der Meinung, nicht der DUB-Vorstand hält sich seine DUB-Delegierten, sondern die DUB-Delegierten bestimmen und kontrollieren den DUB-Vorstand. Auch wird sich der Unihockey Bund Hamburg gegenüber dem DUB-Vorstand nicht in fragwürdigen Ergebenheitsadressen ergehen, wie dies gegenwärtig von den Landesverbänden aus Hessen und Nordrhein-Westfalen praktiziert wird, sondern wir werden strikt auf einer Sachebene gegenüber dem DUB-Vorstand mahnend aber auch helfend agieren. Wir stehen deshalb dem DUB-Vorstand selbstverständlich auch mit unserer Sachkompetenz beratend zur Seite, wenn dies vom DUB-Vorstand gewünscht wird.

Wir hoffen sehr, dass nun der DUB-Vorstand bis zur nächsten ordentlichen oder außerordentlichen Delegiertenversammlung auf eine Sachebene zurückfinden und seine Hausaufgaben zufriedenstellend erledigen wird, so dass dann keine weiteren satzungsrechtlichen Hindernisse der geplanten Satzungsänderung länger im Wege stehen werden.

P.S. Solange die beabsichtige Satzungsänderung nicht vollzogen ist, und in Folge dessen die Eintragung der Satzung beim zuständigen Amtsgericht Leipzig nicht erfolgt ist, solange ist  der Deutsche Unihockey Bund e.V. gezwungen, bei seiner Kommunikation nach Innen und Außen mit dieser offiziellen Bezeichnung zu firmieren. Er kann deshalb nicht mit einem Phantasienamen wie etwa 'Floorball Deutschland', 'Floorball Verband Deutschland' oder 'FVD' sich nach Innen (z.B. gegenüber seinen Mitgliedern etc.) oder nach Außen (z.B. gegenüber der IFF oder DOSB etc.) voreilig unseriös darstellen, sondern muß bis zur Eintragung als 'Deutscher Unihockey Bund e.V.'  bzw. 'DUB' sich eindeutig gem. Satzung seriös zu erkennen geben.